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GEA Group stabile Endmärkte und Kostensenkungspotenzial


15.12.2011
Bankhaus Lampe

Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Der Analyst vom Bankhaus Lampe, Gordon Schönell, stuft die Aktie der GEA Group (ISIN DE0006602006 / WKN 660200) unverändert mit dem Rating "kaufen" ein.

GEA habe mit den vorgelegten Q3-Zahlen einmal mehr positiv überraschen können. Die bereinigte EBIT-Marge (vor PPA) habe 10,0% erreicht. Der Auftragseingang habe deutlich über dem Vorjahresniveau gelegen. Gegenüber dem Q2 habe sich zwar ein Rückgang um 4% eingestellt. Das Management sei aber zuversichtlich, dass der Auftragseingang im Q4 über dem Niveau aus dem Q3 liegen werde.

Im Jahr 2009 habe GEA lediglich rund 14% Umsatz eingebüßt, die operative EBIT-Marge habe sich auf gute 7,6% nach 9,9% in 2008 belaufen. Das hohe Umsatzexposure in die Lebensmittelindustrie (rund 50%) habe der Gesellschaft zu einer relativen Stärke der Geschäftstätigkeit verholfen. Kostenseitig habe das Management flexibel reagiert.

Damit habe sich die Gesellschaft deutlich von der Entwicklung des deutschen Closest-comparable Krones absetzen können. Grund dafür sei nach Erachten der Analysten, dass GEA weniger von Großaufträgen abhängig sei, die in der Krise aufgrund von Finanzierungsproblemen bzw. restriktiverem Liquiditätsmanagement stark rückläufig gewesen seien und zudem schwache Margen gehabt hätten.


Nach einem Umsatzwachstum von 19% im laufenden Geschäftsjahr und einer EBIT-Marge (vor PAA) von 9,3% würden die Analysten erwarten, dass GEA auch in 2012 wachsen werde. Das Umsatzwachstum würden sie auf rund 4,4% schätzen, wobei es hälftig organisch und durch Akquisitionen (CTS gehe in 2011 nur mit neun Monaten ein) getrieben sein sollte. Bei den Margen sehe man Verbesserungspotenzial.

Das initiierte Kostensenkungsprogramm (90 Mio. EUR) werde in 2012 c.p. zu einer Entlastung von rund 40 bis 50 Mio. EUR führen. Die Kapazitäten in Niedriglohnländern (derzeit neue Fabriken in China und Indien im Bau) würden erweitert. Im Vergleich zu 2008 habe sich der Anteil der Lebensmittelindustrie an den Umsätzen weiter erhöht (2008: 48%; 2011: 51%), was der Gesellschaft weitere Stabilität bringen sollte.

Eine niedrige Bewertung (KGV2012 vor PPA: 9,4x; seit 2005 durchschnittlich ca. 15,0x), das wahrscheinlich konjunkturresistenteste Geschäftsmodell im Maschinenbau-Universum der Analysten, das Vertrauen in das Management (guter Track-Record), in 2012 weitere Margenverbesserungen erzielen zu können, und dessen ausgeprägter Shareholder Value-Gedanke, würden die Analysten positiv auf die Gesellschaft schauen lassen. Die Outperformance in den letzten Monaten untermauere die gute operative Entwicklung, die die Gesellschaft in den letzten Jahren genommen habe.

Die Analysten vom Bankhaus Lampe bestätigen ihre "kaufen"-Empfehlung für die Aktie der GEA Group. Das Kursziel sehe man nach wie vor bei 26 EUR. (Analyse vom 15.12.2011) (15.12.2011/ac/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Das Wertpapierdienstleistungsunternehmen oder ein mit ihm verbundenes Unternehmen handeln regelmäßig in Aktien des analysierten Unternehmens. Weitere möglichen Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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